Sommer-Strand-Cluster in 18 Phasen: 3-Layer-Aufbau mit Mura-Meister-Wolken auf 850×850 px
Schritt-für-Schritt-Anleitung für einen klassischen Strand-Cluster mit Anna Aspnes „Beach Vibes 2024", Drop-Shadow-Disziplin pro Element und CU-konformer Lizenz-Notation für den Mit-Mach-Tag.
Der Sommer-Strand-Cluster ist seit Jahren das verlässliche Übungsobjekt für alle, die ihre Layer-Disziplin frischhalten wollen. Drei Schichten, klassische Z-Form, sieben Elemente im Stack – das klingt einfach, ist aber ein präziser Tanz zwischen Komposition und Schatten-Werten. Wir bauen in dieser Anleitung einen 850×850-px-Cluster, der sich für den Mit-Mach-Tag-Wettbewerb im Juni 2026 eignet und sich später auch als Vorlage für eigene Saison-Varianten weiterverwenden lässt.
Material-Vorbereitung
Bevor wir die erste Ebene anlegen, gehört das Materiallager sortiert. Wir arbeiten mit folgendem Stack:
- Strand-Bilder-Set „Beach Vibes 2024” von Anna Aspnes, CU-Lizenz (Commercial Use), 16 PNG-Elemente mit Transparenz, durchschnittliche Element-Größe 600×600 px.
- Hintergrund-Papier in Sand-Beige, klassisches 220×220-mm-Format (entspricht bei 300 dpi etwa 2.598×2.598 px) – wir skalieren später auf die 850×850-px-Arbeitsfläche herunter.
- Foto-Box-Frame mit Innen-Format 350×270 px, klassische weiße Pinsel-Kante, Außenmaß rund 400×320 px.
- Element-Stack: vier Strand-Schnecken in unterschiedlichen Maßstäben (von 110 px bis 240 px Breite), zwei Sand-Dünen-Vektor-Splitter und ein Sonnen-Stempel-Brush (Größe 180 px) aus der Beach-Vibes-Brush-Datei.
Wichtig: alle Element-PNGs liegen vor dem Import auf ihrer eigenen Layer, nicht zusammengelegt. Wer Smart-Objekte aus Photoshop importiert, rastert vor dem Schatten-Setzen.
Layer-Aufbau in drei Schichten
Der Cluster gliedert sich in drei klar getrennte Z-Schichten: Hintergrund (Phase 1–5), Frame & Foto (Phase 6–10 und 16–18), Element-Stack (Phase 11–15). Diese Trennung ist nicht nur Ordnungsfimmel, sondern macht spätere Re-Color-Runden und Pattern-Wechsel deutlich schneller.
Schicht 1 – Hintergrund (Phase 1–5)
Phase 1. Neue Datei 850×850 px, 300 dpi, Hintergrund transparent. Phase 2. Sand-Beige-Papier als unterste Pixel-Layer einfügen, auf Arbeitsfläche skalieren. Phase 3. Den klassischen Vintage-Filter Mura Meister Cloud mit Opazität 35 % als separate Layer darüberlegen, Mischmodus „Soft Light”. Diese Mischung gibt dem Sand jene leicht wolkige Salzluft-Anmutung, die das Auge sofort als „Strand” liest, ohne plakativ zu wirken. Phase 4. Duplikat der Cloud-Layer, Mischmodus auf „Overlay”, Opazität 22 %, leichter Gauß-Weichzeichner (3 px) – das vertieft die Tonwert-Mitten. Phase 5. Optional eine Papierstruktur-Layer (z. B. Leinwand-Textur) mit Mischmodus „Multiply” bei 18 % Opazität für die haptische Note.
Schicht 2 – Frame-Box (Phase 6–10)
Phase 6. Foto-Box-Frame importieren, Position bei 350×270-px-Innen-Format etwa mittig-leicht-links bei 380/290 (Position des Innen-Rechteck-Mittelpunkts auf der 850×850-Fläche). Phase 7. Frame leicht um 4° gegen den Uhrzeigersinn rotieren – die kleine Schiefe ist die wichtigste Sympathie-Schraube im klassischen Strand-Cluster. Phase 8. Drop-Shadow auf der Frame-Layer: Multiply, 45 % Opazität, Distanz 6 px, Winkel 135°, Weichheit 8 px. Phase 9. Innen-Schatten an der Frame-Öffnung (Inner Shadow), Multiply 30 % Opazität, Weichheit 4 px – simuliert die kleine Tiefen-Stufe zur Foto-Ebene. Phase 10. Die Frame-Layer-Gruppe benennen („FRAME”), damit wir in Phase 18 das Foto sauber in die Maske clippen können.
Schicht 3 – Element-Stack (Phase 11–15)
Der Element-Stack folgt der klassischen Z-Form: oben rechts ein großes Anker-Element, diagonal nach unten links eine Reihe kleinerer Stücke, ein letzter Akzent oben links.
Phase 11. Größte Schnecke (240 px) oben rechts auf Position 620/180, leichte Rotation 12°. Phase 12. Zweite Schnecke (180 px) unten rechts an die Frame-Ecke andocken (Position 580/620), Rotation −8°. Phase 13. Sand-Dünen-Splitter als horizontale Brücke unter dem Frame, Mischmodus „Linear Burn” bei 55 % Opazität – das verzahnt den Stack mit dem Hintergrund. Phase 14. Dritte und vierte Schnecke (140 px und 110 px) als Tertiär-Akzente links unten und links oben platzieren. Phase 15. Sonnen-Stempel-Brush (180 px) auf eigener Layer als „Lichtstempel” oben links, Mischmodus „Screen”, Opazität 65 %.
Schicht 3b – Foto in den Frame (Phase 16–18)
Phase 16. Strand-Foto über die Frame-Gruppe legen, auf 350×270 px skalieren. Phase 17. Mit Clipping-Maske oder klassischem „Auf darunterliegende Ebene zuschneiden” in die Frame-Öffnung einpassen. Phase 18. Foto-Layer eine dezente Vignette als Lumineszenz-Korrektur geben (radiale Maske, Multiply 25 %, Weichheit 60 px), damit das Foto sich nicht aus dem warmen Sand-Ton herauslöst.
Schatten-Disziplin pro Element-Schicht
Schatten sind das, was den Cluster zusammenhält. Faustregel im 850×850-Format:
| Element-Schicht | Mischmodus | Opazität | Distanz | Weichheit |
|---|---|---|---|---|
| Hintergrund-Papier-Stack | – | – | 0 px | – |
| Frame-Box | Multiply | 45 % | 6 px | 8 px |
| Primär-Element (240 px) | Multiply | 55 % | 7 px | 9 px |
| Sekundär-Elemente (140–180 px) | Multiply | 45 % | 5 px | 6 px |
| Tertiär-Akzente (≤ 130 px) | Multiply | 35 % | 3 px | 4 px |
| Sonnen-Brush (Screen-Element) | – | – | 0 px | – |
Die Schatten-Distanz folgt der Pixel-Größe des Elements: je größer das Element, desto weiter darf der Schatten sich entfernen. Wer alles auf den gleichen Schatten-Wert setzt, bekommt einen flachen, gestickerten Eindruck.
Lizenz-Notation für CU-Cluster
Der Mit-Mach-Tag-Wettbewerb erlaubt PU- und CU-fertige Cluster, aber die Notation muss sauber sein. Faustregel: Ein Cluster ist nur dann CU-fähig, wenn alle Bestandteile CU-lizenziert sind – ein einzelner PU-only-Element-Anteil zieht den ganzen Cluster auf PU-Niveau zurück.
- Beach Vibes 2024 von Anna Aspnes → CU-Lizenz, freigegeben für Tagger- und Cluster-Vertrieb innerhalb der CU-Klausel (keine CU4CU-Weiterlizenzierung).
- Sand-Beige-Papier aus dem klassischen Solid-Pack → meist S4H (Scrap for Hire) bis CU, Lizenz-Notiz im README prüfen.
- Sonnen-Stempel-Brush → in Beach Vibes 2024 bereits enthalten, gleiche CU-Lizenz.
Mindest-Standard für die Heim-Veröffentlichung im Wettbewerb ist PU (Personal Use) – das reicht für Galerie-Hängung und Mit-Mach-Tag, deckt aber kein Weitergeben des Cluster-Pakets ab. Wer den Cluster später als Quick-Page verkaufen möchte, braucht ausdrücklich die CU4CU-Klausel für jedes Einzel-Element.
Vorschau-Hängung und Mit-Mach-Tag-Anbindung
Für die Galerie-Hängung empfiehlt sich der Export als JPG bei 85 % Qualität, 850×850 px – die Galerie-Software vieler Bastelgruppen akzeptiert kein PNG mit Alpha-Kanal als Hauptbild. Wer den Cluster zusätzlich als transparente PNG-Vorlage einreicht (für andere Teilnehmer:innen), exportiert ein zweites Asset ohne Hintergrund-Layer.
Beim Mit-Mach-Tag wird der Cluster üblicherweise mit einem Word-Art-Tag in der rechten unteren Ecke kombiniert. Lass dort rund 180×120 px Platz frei, damit das Tag nicht in den Element-Stack hineinläuft. Beim Einreichen den Lizenz-Status im Begleittext ausweisen – Galerie-Moderation prüft seit der Lizenz-Reform 2024 spürbar strenger.
Wer den Aufbau einmal durchgespielt hat, kennt seinen Schatten-Workflow danach im Schlaf. Beim nächsten Saison-Wechsel tauscht man Sand-Beige gegen Tannen-Grün, Strand-Schnecken gegen Tannenzapfen – die 18-Phasen-Struktur trägt jedes Thema.